Preisverleihung in Berlin am 20. September 2012

Geschrieben am 20. September 2012 in Allgemein, Veranstaltungen
Preisverleihung in Berlin am 20. September 2012

Trauer braucht Raum! – Architektur in der Bestattungsbranche

Im Rahmen der Tagung „Trauer braucht Raum! Architektur in der Bestattungsbranche“ in Berlin verlieh der BDIA am 20.09.2012 zwei Sonderpreise. Dipl. Ing. M. Sc. Nina Joanna Berger,
Architekturstudentin an der Universität Kassel, hat bei dem Wettbewerb, der im Jahr 2012 vom Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V. in Kooperation mit dem BDIA in NRW und der db deutschen bauzeitung für Studierende und Studienabsolventen der Fachrichtung Architektur und Innenarchitektur ausgeschrieben wurde, mit ihrer Master of Sciene Abschlussarbeit den ersten Sonderpreis erhalten.Begründung der Jury:
„Der Entwurf von Nina Joanna Berger aus Kaufungen schafft mit einfachen Mitteln ein differenziertes Raumangebot für den Abschied im Ruheforst. Ein Bezug der unterschiedlichen Räume zueinander ist durch eine durchgehende Materialität und Architektursprache gegeben. Die einzelnen Bausteine wirken wie ein begehbarer Skulpturenpark. Der ständige Bezug zum Außenraum korrespondiert mit der Situation inmitten der Natur, wobei durch offene Dachflächen und Maueröffnungen mit dem Lichteinfall gespielt wird.“

Der zweite Sonderpreis ging an Mareike RickersArchitekturstudentin im 4. Bachelor-Semester in Wuppertal, und Solveig Schacht,Bachelor of Arts und Raumstrategie-Studentin im 1. Master-Semester an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, mit ihrem gemeinsam eingereichten Wahlpflichtprojekt.
Begründung der Jury:
„Die Trauerhaltestelle von Solveig Marie Schacht aus Kiel und Mareike Rickers aus Wuppertal schafft ein Raumangebot für individuelle Trauer im öffentlichen Raum. Dabei wird mit Lichteinfällen ebenso gespielt wie mit der Vergänglichkeit durch Inschriften mit Kohlestiften, die durch Witterungseinflüsse wieder verschwinden. Die zugleich offene und geschlossene Raumsituation schafft einen Ort, wo sich Menschen mit ihrer Trauer aus dem Alltag zurückziehen können. Denkbare Orte für solche Trauerhaltestellen wären beispielsweise vor Schulen nach Katastrophen wie den Amokläufen in Erfurt oder Winnenden.“

In einem kurzen Vorstellungsgespräch bat der BDIA NRW die drei Preisträgerinnen um persönliche Antworten zur Person und zum Wettbewerb.
Gespräch Dipl. Ing. M. Sc. Nina Joanna BergerGespräch Solveig Marie Schacht und Mareike Rickers

Text: Kerstin Geppert, BDIA NRW